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Containertransporte papierlos koordinieren und finanzieren

Sektor: Tertiärer Sektor · Branche: Schifffahrt und Seetransport · Unternehmen: Port of Rotterdam Authority, ABN AMRO, Samsung SDS · Reifegrad: pilot

Die Port of Rotterdam Authority, ABN AMRO und Samsung SDS führten 2019 einen realen Containertransport von Korea über Rotterdam nach Tilburg auf der Blockchain-Plattform Naviporta durch. Der erfolgreiche Proof of Concept verknüpfte physisches Tracking, Dokumentenverarbeitung und Handelsfinanzierung in einem durchgängigen digitalen Workflow. Im Anschluss an diesen Test vereinbarten die beteiligten Partner eine erweiterte Pilotphase für multimodale Frachten.

Beschreibung

Die Port of Rotterdam Authority demonstrierte gemeinsam mit Partnern, wie internationale Frachtketten ohne postalische Begleitpapiere gesteuert werden können. Bislang erfordern weltweite Containertransporte eine Vielzahl papierner Originaldokumente, deren postalische Laufzeit häufig die Schiffsreise übertrifft. Durch die Vernetzung auf einer gemeinsamen Plattform werden Statusaktualisierungen und Freigaben unmittelbar für Reedereien, Banken und Terminals nutzbar gemacht.

Im Rahmen des Projekts steuerten die Projektpartner Port of Rotterdam Authority, ABN AMRO und Samsung SDS einen realen Containertransport von Südkorea über den Rotterdamer Hafen bis zu einem Warenlager in Tilburg. Über die Plattform Naviporta wurden physische Transportmeilensteine, Begleitdokumente und Finanztransaktionen in einem einzigen Workflow miteinander verknüpft. Sobald der Container definierte Kontrollpunkte passierte, löste das System die entsprechenden Prüfungen und Finanzierungsschritte automatisch aus. Dadurch entfiel der zeitaufwendige physische Versand von Frachtbriefen zwischen den Kontinenten. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Nachweises verständigten sich die Parteien darauf, die Erprobung auf weitere multimodale Transportrouten auszuweiten.

Perspektiven

Perspektive B2B — Unternehmen

Für Unternehmen bietet die Lösung eine direkte Verknüpfung von Transportfortschritt und Zahlungsfreigaben zwischen Verladern, Spediteuren und Banken. Dies reduziert administrative Verzögerungen bei der Frachtübergabe im Zielhafen und minimiert Gegenparteirisiken im internationalen Handel.

Perspektive Mitarbeitende

Beschäftigte in Disposition und Außenhandelsfinanzierung werden von repetitiven Prüf- und Erfassungsaufgaben entlastet. Anstelle des Wartens auf Kuriersendungen steuern sie Frachtfreigaben über ein zentrales digitales System.

Vorteile

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Herausforderungen

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Technologische Grundlage

Die Lösung stützt sich auf eine verteilte Plattformarchitektur namens Naviporta beziehungsweise DELIVER, die verschiedene Beteiligte über verteilte Ledger-Konzepte datenschutzkonform vernetzt. Durch die kryptografische Verankerung von Frachtstatus und Dokumenten können Banken und Logistiker vertrauenswürdig zusammenarbeiten.

Umsetzungsbeispiele

Multimodaler Containertransport von Korea nach Tilburg via Naviporta (Port of Rotterdam Authority, Schifffahrt und Seetransport)

Die Port of Rotterdam Authority erprobte mit ABN AMRO und Samsung SDS einen papierlosen Containertransport von Korea nach Tilburg über die Plattform Naviporta. Das Projekt synchronisierte physische Frachtbewegungen, Dokumentenfreigaben und Finanzierungsvorgänge.

Quellen: First blockchain container shipped to Rotterdam · ABN AMRO, Samsung SDS and Port of Rotterdam launch container logistics blockchain pilot

Tags

Containerlogistik, Handelsfinanzierung, Lieferkette, Frachtbrief, Hafenlogistik

Quellen

  1. First blockchain container shipped to Rotterdam — Port of Rotterdam Authority, Pressemitteilung
  2. ABN AMRO, Samsung SDS and Port of Rotterdam launch container logistics blockchain pilot — Port of Rotterdam Authority, Pressemitteilung