← Alle Blockchain-Use-Cases

Kunden mit digitalen Stamps binden

Sektor: Tertiärer Sektor · Branche: Einzelhandel · Unternehmen: Starbucks · Reifegrad: pilot

Starbucks Odyssey war eine NFT-basierte Erweiterung des bestehenden Starbucks Rewards-Programms, die Journey Stamps als sammelbares digitales Gut nutzte. Das Programm lief als geschlossene Beta auf der Polygon-Blockchain von Ende 2022 bis März 2024 und wurde dann aufgrund niedriger Adoption und hoher Komplexität eingestellt. Starbucks plant, die gewonnenen Erkenntnisse für eine Neugestaltung des Programms zu nutzen.

Beschreibung

Starbucks Odyssey war eine Erweiterung des Starbucks-Rewards-Programms mit NFT-basierten Journey Stamps auf der Polygon-Blockchain, entwickelt mit dem Web3-Unternehmen Forum3. Polygon Labs zahlte 4 Millionen US-Dollar für die Partnerschaft. Mitglieder verdienten Stamps durch Einkäufe, Videos und Quizze; Stamps konnten auch direkt gekauft werden. Die Stamps gaben Zugang zu exklusiven Erlebnissen wie Reisen zu Starbucks-Kaffeefarm in Costa Rica, virtuellen Klassen und Merchandise.

Starbucks Odyssey startete im Dezember 2022 in einem geschlossenen Beta-Test als Erweiterung des etablierten Starbucks-Rewards-Programms. Technisch basierte es auf der Polygon-Blockchain; Polygon Labs zahlte 4 Millionen US-Dollar für die Partnerschaft. Entwickelt wurde das Programm mit Forum3, dessen Co-Gründer Adam Brotman früher Chief Digital Officer bei Starbucks war. Das System bot zwei parallele Loyalty-Währungen: Journey Stamps (NFTs, handelbar auf dem Sekundärmarkt) und Odyssey Points (nicht handelbar). Stamps wurden durch Activitäten (Journeys) verdient oder direkt gekauft. In der Hochphase Anfang 2023 wurden manche Stamps für bis zu 2.000 US-Dollar auf Sekundärmärkten gehandelt. Am Peak gab es über 58.000 aktive Teilnehmer auf Level 1. Am 15. März 2024 kündigte Starbucks die Einstellung des Beta-Programms zum 31. März 2024 an. Grund: sinkende NFT-Marktpreise (Floor Prices fielen 72-86% unter Ausgabepreis), zu wenig Nutzerpartizipation, zu hohe Komplexität gegenüber dem einfachen Starbucks-Rewards-System. Die Lernkurve: NFT-basierte Loyalty braucht eine klarere "Warum"-Antwort, nahtlose Integration ins Kernprogramm und weniger Reibung für Mainstream-Konsumenten.

Perspektiven

Perspektive B2B — Unternehmen

Für Brands ist Starbucks Odyssey ein wertvolles Lernbeispiel: NFT-Loyalty entfaltet Mehrwert nur, wenn die Token klar handelbar sind, die Rewards das Kernloyalty-Programm ergänzen statt parallel laufen, und der Einstieg für nicht-Web3-native Nutzer reibungslos ist.

Perspektive B2C — Privatpersonen

Konsumenten konnten erstmals Loyalty-Assets besitzen, handeln und weiterverkaufen — Stamps wurden auf Nifty Gateway gelistet. Das Top-Reward (Tier 5) war eine Reise zu Starbucks-Kaffeefarm in Costa Rica für die 20 aktivsten Nutzer.

Perspektive Mitarbeitende

Mitarbeiter müssen neue Technologien verstehen und Kunden bei Web3-Konzepten unterstützen, was zusätzliche Schulungen erfordert. Die komplexe Technologie kann zu erhöhtem Support-Aufwand und Kundenbeschwerden führen.

Vorteile

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Herausforderungen

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Technologische Grundlage

Das Programm nutzte die Polygon-Blockchain, eine skalierbare und kostengünstige Ethereum-Seitenkette, die für hohe Transaktionsvolumen geeignet ist. Die Integration erfolgte über Nifty Gateway als NFT-Marktplatz, wobei Kunden keine eigene Krypto-Wallet benötigten.

Umsetzungsbeispiele

Starbucks Odyssey NFT-Treueprogramm (Starbucks, Einzelhandel)

Starbucks implementierte ein NFT-basiertes Treueprogramm mit Journey Stamps auf der Polygon-Blockchain als Erweiterung des bestehenden Rewards-Programms.

Quellen: Starbucks shutters Odyssey, its NFT-backed metaverse program

Tags

NFT, Kundenbindung, Treueprogramm, Web3, Polygon

Quellen

  1. Lessons from Starbucks Odyssey NFT — Enable3, Artikel
  2. What marketers can learn from Starbucks' NFT loyalty lessons — Econsultancy, Artikel
  3. Starbucks shutters Odyssey, its NFT-backed metaverse program — Nation's Restaurant News, Artikel