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Thunfisch-Lieferketten lückenlos und fälschungssicher rückverfolgen

Sektor: Primärer Sektor · Branche: Fischerei · Unternehmen: TraSeable project consortium · Reifegrad: pilot

Das TraSeable project consortium erprobte in Fidschi ein Blockchain-basiertes Rückverfolgbarkeitssystem für die Thunfischfischerei, das RFID-Tags, Sensoren, QR-Codes und eine mobile App kombiniert. Ziel des Pilotprojekts war die manipulationssichere Dokumentation von Herkunft, Sorgerechtskette und Handhabungsdaten vom Fang bis zum Konsumenten. Damit schufen die Projektpartner eine transparente Grundlage für den Nachweis legaler und nachhaltiger Fischereipraktiken.

Beschreibung

Das TraSeable project consortium hat in Fidschi ein Verfahren zur vollständigen Erfassung von Thunfisch-Lieferketten mittels Blockchain-Technologie realisiert. Dabei werden einzelne Fische direkt nach dem Einholen mit RFID-Tags versehen, während Sensoren und mobile Endgeräte relevante Transportdaten erfassen. Auf diese Weise erhalten Großhändler, Verarbeiter und Konsumenten verlässliche Einblicke in die Herkunft und Behandlung der Meeresfrüchte.

Im Rahmen der Pilotstudie in Fidschi entwickelte das TraSeable project consortium ein durchgängiges Verfolgungssystem, das Hardware-Komponenten wie RFID-Transponder und Sensoren mit einer mobilen Softwarelösung verknüpft. Unmittelbar beim Fang werden fischspezifische Parameter registriert und kryptografisch auf einem Distributed Ledger hinterlegt. Entlang der nachfolgenden Verarbeitungskette dokumentieren QR-Codes und Sensordaten jeden Eigentumswechsel sowie relevante Umgebungsbedingungen. Dies verhindert nachträgliche Datenmanipulationen und schützt die Integrität der Lieferkette gegen Betrugsversuche. Die Praxiserprobung belegt die Umsetzbarkeit digitaler lückenloser Nachweise auch unter den anspruchsvollen Bedingungen der pazifischen Hochseefischerei.

Perspektiven

Perspektive B2B — Unternehmen

B2B-Partner wie Weiterverarbeiter, Exporteure und Supermarktketten können über standardisierte Schnittstellen auf manipulationsfreie Fang- und Frischezertifikate zugreifen. Dies beschleunigt Zollabfertigungen, minimiert Rückrufrisiken und stärkt das Vertrauen zwischen internationalen Handelspartnern.

Perspektive B2C — Privatpersonen

Verbraucher können über aufgedruckte QR-Codes auf der Produktverpackung die Stationen des Thunfischs von der Fangzone bis ins Verkaufsregal transparent auf ihrem Smartphone nachvollziehen.

Perspektive Mitarbeitende

Die Schiffsbesatzungen und Lagerarbeiter erfassen Bestände über mobile Handgeräte und Scanner statt über handschriftliche Fangbücher. Dies reduziert den administrativen Aufwand im Nachgang, setzt jedoch eine unkomplizierte Benutzeroberfläche und verlässliche Hardware auf See voraus.

Vorteile

Allgemein

B2B — Unternehmen

B2C — Privatpersonen

Mitarbeitende

Herausforderungen

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Technologische Grundlage

Die Lösung stützt sich auf eine dezentrale Blockchain-Architektur in Kombination mit dem Internet der Dinge (IoT), darunter RFID-Tags, Umweltsensoren und dynamische QR-Codes. Diese technologische Verknüpfung gewährleistet, dass physische Güter an Bord und entlang der Logistikkette eindeutig identifiziert und erfasste Zustandsdaten kryptografisch unveränderbar gespeichert werden können.

Umsetzungsbeispiele

TraSeable Thunfisch-Rückverfolgbarkeitspilot Fidschi (TraSeable project consortium, Fischerei)

Das TraSeable project consortium implementierte eine Pilotlösung zur lückenlosen Rückverfolgung von Thunfisch in Fidschi unter Einsatz von RFID, IoT-Sensoren und mobilen Apps.

Quellen: Digital technologies for traceability and transparency in the seafood value chain

Tags

Lieferkette, IoT, Rückverfolgbarkeit, Nachhaltigkeit, Fischerei

Quellen

  1. Digital technologies for traceability and transparency in the seafood value chain — ScienceDirect (Marine Policy), Pressemitteilung