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Musiklizenzen automatisch abrechnen

Sektor: Tertiärer Sektor · Branche: Verlage · Unternehmen: Audius (aktiv); Ujo Music/ConsenSys und Spotify/Mediachain (historisch) · Reifegrad: concept

Die Verteilung von Lizenzgebühren in der Musikindustrie ist intransparent, da Rights-Metadata global asynchron verwaltet werden. Ujo Music nutzt die Ethereum-Blockchain und Smart Contracts, um Musikern direkte Verkäufe und automatische Auszahlungen zu ermöglichen. Das Projekt wurde neben ConsenSys gegründet und zählt Joseph Lubin, Miterschaffer der Ethereum-Blockchain, als Teammitglied.

Beschreibung

Ujo Music wurde 2016 in Brooklyn von ConsenSys entwickelt als blockchain-basierte Musik-Plattform fuer automatische Lizenzabrechnung. Der historische Ausgangspunkt: Oktober 2015 veroeffentlichte Kuenstlerin Imogen Heap das Lied Tiny Human auf der Ethereum-Blockchain — als erstes offiziell blockchain-lizenziertes Musikstueck weltweit.

Ujo loeste ein fundamentales Problem der Musikindustrie: Wer hat welche Rechte an einem Musikstueck, und wie werden Erloese aufgeteilt? Heute sind diese Informationen in inkonsistenten Registries verteilt; Labels und Verlage kassieren 50-80% der Erloese; Kuenstler warten Quartale auf Abrechnungen. Ujo-Ansatz: Kuenstler registrieren Musikstuecke mit vollstaendigem Rights-Graph (wer haelt welchen Anteil an Komposition, Performance, Mastering) als Smart Contract auf Ethereum; jeder Stream, Download oder Sample-Lizenz loest einen Mikro-Payment aus, der sofort nach dem Rights-Graph verteilt wird. Das eliminiert: (1) Label als Cashflow-Intermediair, (2) Publishing-Verwertungsgesellschaften, (3) Quartals-Abrechnungszyklen. Technical.ly Brooklyn berichtete 2016 ausfuehrlich ueber Ujo. Ujo wurde spaeter eingestellt; das Konzept lebte in Audius (7 Mio. Nutzer, Solana-Blockchain, 90% Kuenstler-Anteil) weiter — einem direkten Nachfolger dieser Vision.

Perspektiven

Perspektive B2B — Unternehmen

Musikverlage und Verwertungsgesellschaften koennen blockchain-basierte Lizenzregistries aufbauen, die automatisch und in Echtzeit Erloese nach hinterlegten Rights-Splits verteilen — weniger Verwaltung, weniger Streitigkeiten.

Perspektive B2C — Privatpersonen

Fans können Musik direkt von Künstlern kaufen und dabei sicher sein, dass ihre Zahlungen transparent und fair verteilt werden. Die direkte Verbindung zwischen Künstlern und Fans wird gestärkt, ohne dass traditionelle Zwischenhändler eingeschaltet werden müssen.

Perspektive Mitarbeitende

Mitarbeiter in der Rechteverwaltung müssen sich mit Blockchain-Technologie vertraut machen und ihre Arbeitsweise anpassen. Gleichzeitig können sie sich auf strategischere Aufgaben konzentrieren, da repetitive Abrechnungstätigkeiten automatisiert werden.

Vorteile

Allgemein

B2B — Unternehmen

B2C — Privatpersonen

Mitarbeitende

Herausforderungen

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Technologische Grundlage

Das System basiert auf der öffentlichen Ethereum-Blockchain, die sich aufgrund ihrer Smart-Contract-Fähigkeiten für komplexe Lizenzgebühren-Verteilungsregeln eignet. Ethereum ermöglicht es, Urheberrechts-Informationen transparent zu speichern und automatische Zahlungen ohne Zwischenhändler auszuführen.

Umsetzungsbeispiele

Ujo Music Blockchain-Plattform für Musikrechte-Verwaltung (Ujo Music, Verlage)

Ujo Music entwickelte eine Ethereum-basierte Plattform für automatisierte Lizenzgebühren-Verteilung in der Musikindustrie.

Quellen: Ujo blockchain music

Tags

Smart Contracts, Musikindustrie, Lizenzgebühren, Dezentralisierung, Ethereum, Transparenz, Urheberrecht

Quellen

  1. Ujo blockchain music — Technical.ly, Artikel
  2. Audius Whitepaper: A Decentralized, Community-Owned Music Sharing Protocol – AUDIO-Token, Smart Contracts für Vergütung — technical_doc
  3. TechCrunch: Spotify acquires blockchain startup Mediachain to solve music's attribution problem (April 2017) – Team zieht zu Spotify, Technologie geht in Spotify auf — news
  4. Yahoo Finance: Blockchain music streaming platform Audius – dezentrales Streaming mit Token-Vergütung für Künstler — news