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Lückenlose Blockchain-Dokumentation der Schlammstrecke in der Kreislaufwirtschaft

Sektor: Tertiärer Sektor · Branche: Entsorgungswirtschaft und Recycling · Unternehmen: Suez · Reifegrad: production

Der Wasser- und Abfallwirtschaftskonzern Suez nutzt seine eigene Blockchain-Plattform CircularChain, um alle Stufen der Übertragung von Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung auf landwirtschaftliche Böden digital und unveränderlich zu erfassen. Durch diese lückenlose Dokumentation entlang der gesamten organischen Wertschöpfungskette wird die Transparenz im Recyclingprozess erhöht und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sichergestellt. CircularChain wurde im September 2020 von Suez lanciert und befindet sich im operativen Einsatz.

Beschreibung

Klärschlamm, der bei der Abwasserbehandlung anfällt, enthält wertvolle Nährstoffe und kann als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden – dieser Weg vom Entstehungsort bis zur Bodenausbringung wird als Schlammstrecke bezeichnet. Suez hat mit CircularChain eine eigene Blockchain-Plattform entwickelt, die jeden Schritt dieser Strecke digital und unveränderlich dokumentiert, sodass zu jedem Zeitpunkt nachvollzogen werden kann, woher das Material stammt und wohin es gelangt ist. Die Lösung wurde im September 2020 offiziell eingeführt und befindet sich im operativen Betrieb. Durch die Blockchain-Technologie werden alle erfassten Daten manipulationsresistent gespeichert, was sowohl die interne Qualitätssicherung als auch die Erfüllung behördlicher Nachweispflichten erleichtert.

Die Entsorgung und Verwertung von Klärschlamm ist in vielen Ländern streng reguliert, da das Material einerseits wertvolle organische Substanzen enthält, andererseits aber auch Schadstoffe aufweisen kann. Suez, einer der weltweit führenden Konzerne in der Wasser- und Abfallwirtschaft, hat mit CircularChain eine Blockchain-basierte Traceability-Plattform entwickelt, die speziell für die Nachverfolgung organischer Reststoffe und Düngemittel entlang der gesamten Wertschöpfungskette konzipiert ist. Die Plattform stellt ein Reporting über alle Transaktionen der Kläranlagen bereit und deckt den gesamten Weg von der Produktion der organischen Reststoffe bis zur Rückführung in den Boden ab. Durch die Nutzung sicherer Informationsspeicherungs- und Übertragungstechnologie werden die Nachverfolgbarkeit von Düngematerialien verbessert und alle Vorgänge unveränderlich festgehalten. CircularChain wurde am 22. September 2020 von Suez lanciert und positioniert die Lösung als Beitrag zur Agrarwende und zur Förderung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion im Rahmen der Kreislaufwirtschaft. Konkrete Kennzahlen zu Kosteneinsparungen, Zeitersparnis oder quantifizierbarem ROI wurden in den verfügbaren Quellen nicht veröffentlicht.

Perspektiven

Perspektive B2B — Unternehmen

Für Unternehmen in der Entsorgungswirtschaft, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft bietet CircularChain einen transparenten, revisionssicheren Nachweis über den gesamten Weg organischer Reststoffe, was die Zusammenarbeit mit Behörden und Geschäftspartnern vereinfacht. Die automatisierte Dokumentation auf Basis der Blockchain reduziert den administrativen Aufwand beim Reporting und schafft eine gemeinsame, vertrauenswürdige Datenbasis für alle beteiligten Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

Perspektive Mitarbeitende

Mitarbeitende in Kläranlagen und im Entsorgungsmanagement profitieren von einer digitalisierten Dokumentationsinfrastruktur, die manuelle Erfassungsprozesse ersetzt und die Nachweispflichten gegenüber Behörden vereinfacht. Gleichzeitig erfordert die Arbeit mit einer Blockchain-basierten Plattform neue digitale Kompetenzen und eine Anpassung der operativen Abläufe.

Vorteile

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Herausforderungen

Allgemein

B2B — Unternehmen

Mitarbeitende

Technologische Grundlage

Suez setzt eine eigenentwickelte Blockchain-Plattform namens CircularChain ein, die als dedizierte Traceability-Lösung für organische Reststoffe und Düngemittel entlang der gesamten Wertschöpfungskette konzipiert wurde. Die Plattform nutzt sichere Datenspeicherung und -übertragung, um alle Transaktionen von Kläranlagen manipulationsresistent zu dokumentieren. Welcher konkrete Blockchain-Technologiestack zugrunde liegt, wird in den verfügbaren Quellen nicht spezifiziert. Die Eigenschaften einer Blockchain – Unveränderlichkeit, Transparenz und dezentrale Verifikation – machen die Technologie besonders geeignet, um regulatorisch relevante Materialströme wie Klärschlamm lückenlos nachzuweisen.

Umsetzungsbeispiele

CircularChain – Blockchain-Traceability für organische Reststoffe (Suez, Entsorgungswirtschaft und Recycling)

Suez hat im September 2020 die eigene Blockchain-Plattform CircularChain eingeführt, die alle Transaktionen von Kläranlagen entlang der gesamten organischen Wertschöpfungskette – von der Entstehung des Klärschlamms bis zur Ausbringung auf landwirtschaftlichen Böden – manipulationssicher dokumentiert. Die Lösung befindet sich im operativen Einsatz und soll die Rückverfolgbarkeit von Düngematerialien verbessern sowie die Agrarwende unterstützen.

Quellen: SUEZ launches CircularChain, the circular economy blockchain and support agricultural transition

Tags

Kreislaufwirtschaft, Traceability, Klärschlamm, Compliance, Lieferkette, Nachhaltigkeit, Digitalisierung

Quellen

  1. SUEZ launches CircularChain, the circular economy blockchain and support agricultural transition — Suez, Pressemitteilung