Blockchain in der Entsorgungswirtschaft und im Recycling: 5 geprüfte Use Cases

In der Entsorgungswirtschaft und im Recycling sind 5 Blockchain-Use-Cases dokumentiert, darunter Lückenlose Blockchain-Dokumentation der Schlammstrecke in der Kreislaufwirtschaft, Seltene Erden im Kreislauf halten, Recycelte Kunststoffe entlang der Wertschöpfungskette nachverfolgen. 1 davon ist produktiv im Einsatz, 3 im Pilotstadium. Alle Cases sind quellenbelegt (insgesamt 15 Quellen). Alle 5 sind redaktionell geprüft, mit ausgewiesenem Reviewer und Prüfdatum. (Stand: 03.10.2026)

Use CaseUnternehmenStatusQuellenGeprüft
Lückenlose Blockchain-Dokumentation der Schlammstrecke in der KreislaufwirtschaftSuezProduktiv112.07.2026
Seltene Erden im Kreislauf haltenCircularise mit GastronomiepartnernPilot415.04.2026
Recycelte Kunststoffe entlang der Wertschöpfungskette nachverfolgenBASF, Kryha, RecicleirosPilot203.10.2026
Wertstoffe lückenlos zurückverfolgenVeoliaPilot215.04.2026
Gastgewerbe-Abfall digital erfassenCircularise mit GastronomiepartnernKonzept615.04.2026

Die Use Cases im Detail

Lückenlose Blockchain-Dokumentation der Schlammstrecke in der Kreislaufwirtschaft

Der Wasser- und Abfallwirtschaftskonzern Suez nutzt seine eigene Blockchain-Plattform CircularChain, um alle Stufen der Übertragung von Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung auf landwirtschaftliche Böden digital und unveränderlich zu erfassen. Durch diese lückenlose Dokumentation entlang der gesamten organischen Wertschöpfungskette wird die Transparenz im Recyclingprozess erhöht und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sichergestellt. CircularChain wurde im September 2020 von Suez lanciert und befindet sich im operativen Einsatz.

Seltene Erden im Kreislauf halten

Circularise entwickelt Blockchain-Lösungen zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz in industriellen Lieferketten für die Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen führt mehrere Pilotprojekte durch, darunter ein dreijähriges Innovationsprojekt für Rare Earth-Nachhaltigkeit seit 2022 und Tests von digitalen Produktpässen für Scope-3-Emissionsberichte mit SABIC. Die Blockchain-Technologie nutzt Zero-Knowledge-Proofs, um sowohl Transparenz als auch Datenschutz zu gewährleisten.

Recycelte Kunststoffe entlang der Wertschöpfungskette nachverfolgen

Der Chemiekonzern BASF hat gemeinsam mit Kryha und der brasilianischen Nichtregierungsorganisation Recicleiros das Blockchain-Pilotprojekt reciChain initiiert. Ziel dieser Plattform ist es, Kunststoffe entlang der gesamten Recycling-Wertschöpfungskette transparent und lückenlos nachzuverfolgen. Durch die digitale Dokumentation von Materialströmen sollen Sortierung, Rückgewinnung und die Wiedereinführung von Rezyklaten in die Kreislaufwirtschaft nachhaltig optimiert werden.

Wertstoffe lückenlos zurückverfolgen

Veolia nutzt Blockchain-Technologie zur Überwachung der Herkunft und Reinheit von Post-Consumer-Kunststoffen entlang der gesamten Recycling-Kette. Das System kombiniert Blockchain mit RFID-Tags zur Verfolgung jeder Charge vom Sammeln bis zur Verarbeitung zu Granulat. Das Projekt befindet sich in der Pilotphase und soll transparente Rückverfolgbarkeit der Materialien schaffen sowie Vertrauen in die Authentizität und Qualität von Rezyklaten aufbauen.

Gastgewerbe-Abfall digital erfassen

Circularise bietet eine Blockchain-basierte Plattform für die Rückverfolgbarkeit von Materialien und Produkten in der Kreislaufwirtschaft. Das System nutzt digitale Produktpässe zur transparenten Nachverfolgung von recycelbaren Abfällen und Verpackungen. Die Plattform konzentriert sich auf Supply-Chain-Compliance und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung nachhaltiger Geschäftspraktiken.

Zuletzt aktualisiert: 03.10.2026